| 1 | 01 | Der wandernde Wind auf den Wegen |
|---|---|---|
| 02 | War angefüllt mit süßem Laut, | |
| 03 | Der dämmernde rieselnde Regen | |
| 04 | War mit Verlangen feucht betaut. | |
| 2 | 05 | Das rinnende rauschende Wasser |
| 06 | Berauschte verwirrend die Stimmen | |
| 07 | Der Träume, die blasser und blasser | |
| 08 | Im schwebenden Nebel verschwimmen. | |
| 3 | 09 | Der Wind in den wehenden Weiden, |
| 10 | Am Wasser der wandernde Wind | |
| 11 | Berauschte die sehnenden Leiden, | |
| 12 | Die in der Dämmerung sind. | |
| 4 | 13 | Der Weg im dämmernden Wehen, |
| 14 | Er führte zu keinem Ziel, | |
| 15 | Doch war er gut zu gehen | |
| 16 | Im Regen, der rieselnd fiel. |
Der Symbolismus zeichnet sich durch seine idealisierten Züge aus. Er ist eine Gegenbewegung zum positivistischen Realismus und Naturalismus.
Der Symbolismus entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts und ist damit geprägt vom wissenschaftlichen Fortschritt und der Industrialisierung. Insbesondere hatte der Materialismus und philosophische Positivismus starken Einfluss auf diese Epoche. Die Symbolisten lehnten die Versachlichung des Menschen und die Abschaffung von abstrakten und ideal-ästhetischen Werten durch den Positivismus ab. Während sich Realismus und Naturalismus der streng wissenschaftlichen Ausrichtung der Positivsten anschlossen, wandten sich die Symbolisten diesem rationalistischem Weltbild ab.
Hugo von Hofmannsthal wurde zunächst als Sohn einer wohlhabenden Familie in Wien gezeugt. Der Vater war Direktor einer Wiener Bank, die Mutter war Tochter eines Notars und der Großvater war ein erfolgreicher Industrieller in der Seidenindustrie. Durch den Börsenkrach 1873 verlor die Familie jedoch den Großteil es Vermögens bereits vor der Geburt von Hugo von Hofmannsthal, sodass der Schriftsteller später selbst arbeiten musste und permanent Angst vor Geldnot hatte. Nichtsdestotrotz sah die Öffentlichkeit die Familie weiterhin als wohlhabend an, was Hofmannsthal belastete. Durch seine Vorfahren hatte Hofmannsthal jüdische, böhmische und italienische Verwurzelungen. Hofmannsthal identifizierte sich nicht mit dem Judentum, wurde aber von der Öffentlichkeit immer wieder in die Rolle des jüdischen Intellektuellen gestellt, er selbst sah sich jedoch als katholischer Aristokrat.
Hofmannsthal genoss eine gute Ausbildung. Zunächst wurde er von einem Privatlehrer unterrichtet, ab 1884 wechselte er auf eine Eliteschule, nämlich das Akademische Gymnasium in Wien. Er lernte verschiedene Sprachen, galt als hervorragender Schüler und besaß für sein Alter einen erstaunlichen Intellekt.
Am Anfang seiner jungen Karriere schrieb er Gedichte im Stil von Friedrich Nietzsche und stieg schnell zum Literaten in der Autorengruppe Jung-Wien auf. Dort lernte er diverse andere Schriftsteller kennen, wie Gerhart Hauptmann, Artur Schnitzler oder Henrik Ibsen. Später begegnete er dem bekannten Symbolisten Stefan George, von dem sich Hofmannsthal stark beeinflussen ließ und mit dem er eine Freundschaft verband.
Der Vater drängte Hofmannsthal zu einem Jurastudium, welches Hofmannsthal dann aber nach dem eingeschobenen Militärdienst und einer Venedigreise abbrach und begann stattdessen ein Studium in Französischer Philologie.
Nach dem Erhalt des Doktortitels 1898, schrieb er seine Habilitationsschrift und reiste umher. In der Zeit um 1899 lernte er viele Künstler und Schriftsteller wie den Bildhauer Auguste Rodin, den Komponisten Richard Strauss oder den Dichter Rainer Maria Rilke kennen. Gleichzeitig wendet sich Hofmannsthal stärker dem Theater und der Oper zu und sein erstes Stück Frau im Fenster wird in Berlin aufgeführt. Mit der Hinwendung zum Theater geht auch die Freundschaft mit Stefan George zu Bruch.
Hofmannsthal bricht 1901 seine Habilitation ab und verzichtet darauf einen Lehrstuhl als Professors zu erlangen, er arbeitet lieber als freier Schriftsteller. Im selben Jahr heiratet Hofmannsthal Gertrud Schlesinger, Tochter eines Bankiers und sie bekommen drei Kinder.
Ab 1906 beginnt Hofmannsthal mit Richard Strauss zusammenzuarbeiten. Sie erstellten eine Neufassung der Elektra-Oper und schufen zusammen weitere Werke wie Der Rosenkavalier und Ariadne auf Naxos.
Durch den ersten Weltkrieg nimmt Hofmannsthal 1914 seine Arbeit im Kriegsfürsorgeamt auf und erstellt national gefärbte Veröffentlichungen in der Neuen Freien Presse.
1917 gründen Hofmannsthal, Strauss, Max Reinhardt und Franz Schalk die Salzburger Festspiele.
Bis zum Lebensende beschäftigt sich Hofmannsthal weiterhin größtenteils mit dem Theater. Er schreibt 1920 das Trauerspiel Der Turm, 1921 das Drama Der Schwierige und arbeitete zuletzt noch mit Strauss an der Komödie Arabelle, welche aber erst nach seinem Tod aufgeführt wurde.
1929 begeht der älteste Sohn von Hofmannsthal Selbstmord, da er künstlerisch relativ unbegabt war und daher Schwierigkeiten hatte, Fuß zu fassen. Als Hugo von Hofmannsthal zur Beerdigung seines Sohnes aufbrechen möchte, erlitt dieser einen Schlaganfall und stirbt in Rodaun ebenfalls. Durch den Nationalsozialismus und der Annektion Österreichs wurde das Familienvermögen durch die Nazis aufgelöst und die Familie emigrierte ins Ausland.
Hofmannsthal gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller, Dramatiker, Dichter und Librettisten.
„Reife ist, wenn man das Vollkommene nicht im Ungewöhnlichen, sondern im Alttäglichen sucht“ (Hugo von Hofmannsthal)
Dieses Zitat spiegelt das Thema des vorliegenden Gedichtes Regen in der Dämmerung von Hugo von Hofmannsthal, verfasst 1892, wider. Es findet ein Reifungsprozess des lyrischen Ichs statt, da es sich von seinem unerfüllten Verlangen zur alltäglichen Natur hinwenden kann. Während des Spazierganges ändert sich seine Einstellung zu den Wünschen, die es hat und es muss außerdem erkennen, dass nicht alles zu einem Ziel führt.
Das Gedicht lässt sich in die Epoche des Symbolismus einordnen, enthält aber auch romantische Elemente.
Der zu untersuchende Analyseschwerpunkt liegt auf der Entwicklung des lyrischen Ichs. Es ändert im Verlaufe des Gedichtes seine Beziehung zu den Träumen, die es hat. Dieses innere Befinden und der Wandel werden durch die Naturbeschreibungen ausgedrückt.
Die Analyse wird linear erfolgen, da das Gedicht eine Veränderung des lyrischen Ichs beschreibt und diese sich im Verlauf des Gedichtes schrittweise vollzieht. Bei einer geradlinigen Untersuchung ist es möglich die einzelnen Entwicklungsschritte nachzuvollziehen.
Das Gedicht besteht aus vier Strophen mit jeweils vier Versen. Das Reimschema ist ausnahmslos ein Kreuzreim (abab). Im Gegensatz dazu ist das Metrum nicht durchgehend gleichbleibend.
Das Versmaß der ersten und vierten Strophe entspricht dem Kreuzreim. Immer der erste und dritte Vers ist ein dreihebiger Daktylus mit Auftakt. Die Kadenzen1 dieser Verse sind weiblich. Im Gegensatz dazu stehen die Verse zwei und vier. Sie sind vierhebige Jamben mit einer männlichen Kadenz.
Im Gegensatz dazu steht der Aufbau der zweiten und dritten Strophe. Hier ist das Metrum ausnahmslos ein dreihebiger Daktylus. Die Kadenzen der zweiten Strophe sind durchgängig weiblich. In der dritten Strophe sind sie passend zum Reimschema alternierend. Daraus ergibt sich eine Rahmung des Gedichtes, da die erste und letzte Strophe durch das Metrum verbunden sind.
Bereits hier zeigt sich die Autofunktionalität des Textes. Durch die Überstrukturiertheit wird deutlich, dass die Form über den Inhalt dominiert.
Besonders Interesse weckt das Verhältnis von Titel und Inhalt. Die Überschrift Regen in der Dämmerung bezieht sich auf den ersten Blick nur auf die Natur und geht gar nicht auf das lyrische Ich und seine Entwicklung. Die Denotation ist, dass zwei verschiedene Naturereignisse geschildert werden, Regen und Dämmerung. Allerdings beinhaltet die Überschrift auch einige Konnotationen2. Mit der Dämmerung verbindet der Leser einen ambivalenten Zwischenzustand. Der Regen aber ruft Assoziationen von Reinheit und Klarheit hervor. Daraus entsteht die Frage, was der Schwerpunkt des Gedichtes ist. Liegt der Fokus auf der Natur, wie man zunächst aus dem Titel schließen würde oder beschreibt die Natur nur die Gefühlslage des lyrischen Ichs? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden ist eine genauere Analyse notwendig.
Zunächst ist eine Gliederung des Gedichtes sinnvoll. Die Unterteilung wird durch die Strophen und den wechselnden Gebrauch des Metrums vorgegeben. Es entstehen vier Sinnabschnitte. Jede Strophe hat eine Entwicklungsstufe des lyrischen Ichs zum Thema. Der erste Teilabschnitt schildert die Situation, in der sich das lyrische Ich befindet. Auffällig ist hierbei, dass die Beschreibungen mit der Natur und nicht mit dem lyrischen Ich beginnen (vgl. Strophe 1, Vers 1). Allerdings findet man schon einen ersten Verweis auf etwas Menschliches hinter der Natur: die Personifikation3 des Windes, der wie ein Mensch auf den Wegen wandert, „der wandernde Wind auf den Wegen“ (Strophe 1, Vers 1). Zuerst wird der Wind genannt und dann erscheinen die Wege. Dies wird noch durch einige stilistische Mittel hervorgehoben. Als erstes betont die Alliteration „wandernde Wind auf den Wegen“ (Strophe 1, Vers 1) diesen Vers. Die Dominanz der Natur, die sich auch im Titel zeigt, setzt sich im weiteren Verlauf der ersten Strophe fort. Sie wird synästhetisch beschrieben. Der Hör-, Seh- und Gefühlssinn wird angesprochen (vgl. Strophe 1, Vers 2f). Dadurch fühlt sich der Leser als ein Teil der Natur. Hierbei wird durch die Alliterationen4 („der dämmernde“(Strophe 1, Vers 2)/ „rieselnde Regen“(Strophe 1, Vers 3)) und die gekreuzten Anaphern5, die mit dem Reimschema übereinstimmen, Harmonie erzeugt.
Erst im letzten Teil des ersten Sinnabschnittes wird dann menschliches „Verlangen“ (Strophe 1, Vers 4) erwähnt.
Auch im zweiten Sinnabschnitt stehen die Naturgewalten Wasser und Wind im Vordergrund. Hier wird die Ambivalenz der Naturbeschreibungen deutlich. Zum einen ist die Natur negativ belegt, zugleich hat sie aber auch etwas Harmonisches. Dieser Zwiespalt zeigt sich besonders deutlich, wenn man die häufig benutzten Nomen einer Semanalyse unterzieht. Das Nomen „Regen“ (Strophe 1, Vers 3) zum Beispiel enthält die Seme [ungemütlich, Nässe, Kälte] aber auch [Reinheit, Leben]. Derselbe Effekt zeigt sich auch bei Dämmerung, Wind und Wasser.
Trotz dieser Unterschiede wirkt der Abschnitt durch die Verfremdungen, wie das regelmäßige Metrum, harmonisch. Auch die gleichbleibenden weiblichen Kadenzen tragen dazu bei.
Das Menschliche wird, besonders durch die „Stimmen“ (Strophe 2, Vers 2), die zu den Träumen (vgl. Strophe 2, Vers 3) des lyrischen Ichs gehören, ausgedrückt.
Somit wird in der zweiten Strophe der erste Entwicklungsschritt des lyrischen Ichs deutlich. Sein Verlangen hat sich in Träume gewandelt. Obwohl diese beiden Begriffe viele gemeinsame Seme haben [Wünsche, Hoffnung, Besserung, Erwartungen], ist eine Entwicklung erkennbar. Das Bedürfnis nach Erfüllung der Wünsche ist nicht mehr so stark. Dies erkennt man auch daran, dass die Träume in der Natur verschwinden (vgl. Strophe 2, Vers 4). Die weiblichen Kadenzen zeigen ebenfalls das Verblassen der Träume.
Dieser Entwicklung wird eine zentrale Bedeutung beigemessen. Das erkennt man an dem abweichenden Aufbau der zweiten Strophe mit einem regelmäßigen Metrum und den durchgängig weiblichen Kadenzen.
Der dritte Abschnitt beginnt ebenfalls mit der Beschreibung der Natur. Wobei der Wind in diesem Teil eine herausragende Rolle spielt. Eine Naturgewalt, die neuen Wind und somit Veränderungen in das Leben bringt. Aus diesem Grund wird der Wind sprachlich durch einen Chiasmus hervorgehoben (vgl. Strophe 3, Vers 1f). Dies passt auch zu der Wandlung, die das lyrische Ich durchläuft. Eine Verbindung zwischen dem Wind und dem lyrischen Ich wird, wie in der ersten Strophe, durch die Personifikation des Windes hervorgerufen.
In dieser Strophe wandeln sich die Träume des lyrischen Ichs zu „sehnenden Leiden“ (Strophe 3, Vers 3). Die Sehnsucht verschwindet in der Dämmerung, womit deutlich wird, dass die Natur einen heilenden und befreienden Charakter für das lyrische Ich hat.
Die vierte Strophe thematisiert die Erkenntnis, dass der Weg „zu keinem Ziel“ (Strophe 4, Vers 2) führt. Trotzdem tut die Wanderung dem lyrischen Ich gut. Dies wird durch die Alliteration „gut zu gehen“ (Strophe 4, Vers 3) verdeutlicht. Die Natur hilft ihm bei der Verarbeitung seiner Wünsche. Somit hat auch der „rieselnde Regen“ (Strophe 4, Vers 4), der den Abschluss des Gedichts bildet, eine reinigende Funktion und nimmt dazu das Menschliche der ersten Strophe wieder auf.
Schließlich zeigt sich eine Entwicklung des lyrischen Ichs von einem Verlangen über Träumen und über sehnsuchtsvollen Leiden zu der Erkenntnis, dass das menschliche Streben nach Träumen kein Ziel hat. Trotzdem empfindet es den Weg als positiv. Die vielen Verfremdungseffekte und die Überstrukturiertheit verdeutlichen, dass die Natur einen wichtigen Beitrag bei der Bewältigung der Lebenskrise spielt.
Auffällig ist auch, dass das gesamte Gedicht die Wandlung des lyrischen Ichs zum Thema hat, aber nie ein explizites lyrisches Ich erscheint. Es tritt komplett hinter die Natur zurück.
Trotzdem kann durch die Wegsymbolik eine Identifikation des Lesers mit dem lyrischen Ich stattfinden. Zum einem versinnbildlicht der Weg die Entwicklung, die sich vollzieht. Je weiter es auf dem Weg voranschreitet, desto weiter ist auch seine Entwicklung hin zu innerem Frieden. Des Weitern kann der Leser dem lyrischen Ich auf diesem Weg folgen.
Eine weitere Auffälligkeit ist der hypotaktische Satzbau. Dieser führt dazu, dass die Sätze nicht einfach zu erfassen sind. Sie spiegeln die Verwirrtheit und Unklarheit des lyrischen Ichs wider. Aber beim genaueren Hinsehen löst sich die Konfusion und der Leser erlangt, wie das lyrische Ich, Klarheit. Den gleichen Effekt haben die häufig verwendeten Enjambements6 (vgl. Strophe 1, Vers 1; Strophe 1, Vers 2).
Außerdem fällt auf, dass nur bestimmte Artikel benutzt werden. Diese stehen in den ersten Abschnitten im Kontrast zu der unklaren Situation des lyrischen Ichs. Besonders stark zeigt sich dieser Gegensatz zum „[V]erschwimmen“ (Strophe 2, Vers 4) der Träume im zweiten Sinnabschnitt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Schwerpunkt des Gedichtes auf der Natur liegt. Trotzdem bestätigt sich die oben genannte Hypothese. Es wird eine Wandlung des lyrischen Ichs beschrieben, die durch die Natur verdeutlicht wird.
Das Gedicht lässt sich gut in das Gesamtwerk des Autors Hugo von Hofmannsthal einordnen. Es zeigen sich einige für ihn sehr typische Merkmale.
Zunächst wird das Motiv der Dämmerung (beziehungsweise des Tagesanbruchs) oft von Hofmannsthal verwendet. So dient der Zustand zwischen Tag und Nacht zum Beispiel in dem Gedicht Erlebnis und dem Drama Der Kaiser und die Hexe zur Beschreibung der ambivalenten Zustände des lyrischen Ichs, beziehungsweise der Hauptfiguren.
Weiterhin hat das humane Dasein für Hofmannsthal eine große Bedeutung. Dies setzt er oft in Verbindung mit der Natur. Die genannten Aspekte zeigen sich auch in dem vorliegenden Gedicht.
ba87929d7b| 1 | Männliche (stumpfe) Reime (einsilbig): Not/Tod, Mut/Gut; Weibliche (klingende) Reime (zweisilbig mit Betonung auf der vorletzten Silbe): singen/klingen, sagen/fragen. |
| 2 | Beiklang eines Wortes. Nebenbedeutung. |
| 3 | Bei der Personifikation wird ein lebloser oder ein abstrakter Begriff, oder aber auch ein Tier, „vermenschlicht“. Personifikationen treten z.B. immer in Fabeln auf (da Tiere wie Menschen handeln). Anderes Beispiel: Der Mond schaut zornig drein; der Mond nimmt hier also charakteristische menschliche Züge an. |
| 4 | Bei der Alliteration beginnen mehrere Worte mit dem gleichen Buchstaben. Beispiel: „Milch macht müde Männer munter.“ |
| 5 | Wiederholung eines oder mehrerer Wörter an Satz-/Versanfängen. Beispiel: „Er schaut nicht die Felsenriffe, er schaut nur hinauf“. |
| 6 | Zeilensprünge. Ein Satz wird hier häufig gegen die Logik des Lesers mittendrin umgebrochen und auf zwei Verse verteilt. Je nach Kontext und Art der Umbrechung kann der Satz damit abgehackt (da man wegen der Unlogik zu Gedanken- und Sprechpausen gezwungen wird) oder auch temporeich wirken. |
